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Fotocredits: Worldsportpics / Frank Uijlenbroek

Porträt

Alexander Stadler - mit 23 Jahren fast Welttorhüter

15. January 2023

Ende des Jahres 2022 wird Alexander Stadler zur Wahl als bester Hockeytorhüter der Welt aufgestellt. Am Ende gewinnt er nicht, doch für Alexander Stadler ist selbst die Nominierung mit seinen jungen 23 Jahren ein riesiger Erfolg: „Die Nominierung kam vor allem aufgrund meines Alters sehr überraschend. Man muss dazu auch sagen, dass im letzten Jahr kein großes Turnier stattgefunden hat und trotzdem war ich unheimlich stolz und glücklich über die Auszeichnung seitens der FIH”, schildert der 23-Jährige.

Alexander Stadler wird in Heidelberg groß und beginnt seine Hockeykarriere mit vier Jahren beim HC Heidelberg. 2011 wechselte er zum TSV Mannheim und blieb dem Verein ganze 11 Jahre treu. Erst vergangenes Jahr wechselte Stadler zum HC Den Bosch in die Niederlande. Hier fühlt er sich aktuell sehr wohl und will fürs Erste auch erstmal nicht mehr zurück nach Deutschland wechseln: „Im Februar ziehe ich mit meiner Freundin fest in die Niederlande. Wir planen mindestens bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris dort zu bleiben. Die Kultur in den Niederlanden ist mega cool, ich wurde super aufgenommen und genieße es dort”, so Stadler. Neben dem Hockeyspielen studiert Alexander Stadler Fitnessökonomie und Fitnesswissenschaften an einer Fernuni. Wenn er neben diesen zwei Dingen doch nochmal eine freie Sekunde findet, widmet er sie gerne seinen Großeltern: „Was immer entspannt ist und wo ich wirklich gut abschalten kann, sind 9-Loch Golfrunden mit meinem Opa. Meine Großeltern freuen sich jedes Mal, wenn ich anrufe und frage, ob sie Lust auf eine Runde Golf haben und mir macht es ebenfalls eine Menge Spaß”, so das Torwart-Ass.

Fotocredits: Worldsportpics / Frank Uijlenbroek

Schon in jungen Jahren suchte Alexander Stadler ständig die Herausforderung und den sportlichen Vergleich. Jeden Mittwochabend trainiert er mit 14 Jahren das Skifahren am Feldberg, fährt am Wochenende nach Österreich und nimmt an zahlreichen Rennen teil. Hätte aus dem Hockeyprofi etwa auch ein Skiprofi werden können? Wenn es nach Alexander Stadler geht, leider nicht: „Wenn wir ehrlich sind, hätte es niemals zum richtigen Skiprofi gereicht. Ich bin bei einer Jugend-Deutschen Meisterschaft mal 30. geworden, um das vielleicht besser einordnen zu können. Das ist definitiv zu schlecht, um von einem Profi reden zu können”, erzählt er. Umso besser, dass sich Alexander Stadler für das Hockeyspielen entschieden hat.
Die Position des Torhüters ist auch wie in anderen Sportarten eine ganz besondere. Die wenigsten würden sich die Position freiwillig aussuchen und auch Alexander Stadler ist eher unfreiwillig Torwart geworden: „Ich habe einen älteren Bruder und viele seiner Freunde haben früher in unserer Straße gewohnt. Da wurde natürlich viel Fußball gespielt, doch ich als Jüngerer durfte immer nur dann mitspielen, wenn ich ins Tor gegangen bin. Ich denke, da kommt der Ursprung meiner Torwartkarriere her. Ich fand Oliver Kahn aber auch immer spitze und bin gerne Torhüter”, so Alexander Stadler. Die Auszeichnung als bester Torhüter des Turniers ist für Alexander Stadler ein Ziel. Die Teamleistung stehe aber natürlich oben an: „Die Auszeichnung als bester Torhüter des Turniers verliehen zu bekommen, wäre bei der Weltmeisterschaft natürlich das i-Tüpfelchen. Erstmal zählt aber unsere Teamleistung und da wollen wir auch ganz nach oben."
 

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