Dreimal West, zweimal Süd und Nord und einmal Ost setzen sich in Viertelfinals durch

Alle Regionen beim Final4 vertreten

24. January 2022

Die Nord-West-Dominanz in der Halle hat am Wochenende in den Viertelfinals einige Kratzer bekommen. Die MHC-Herren konnten in der Alster-Halle einen Auswärtssieg beim Nordmeister bejubeln. Und auch der Berliner HC warf mit Uhlenhorst Mülheim einen vermeintlichen Titelanwärter aus dem Rennen. Bei den Damen scheiterte der HTHC in Mannheim knapp im Penalty-Shootout gegen den MHC.

Einzig Titelverteidiger Köln mit einem souveränen Erfolg

In den Herren-Viertelfinals war es nur Titelverteidiger Rot-Weiss Köln, der zuhause gegen die Zehlendorfer Wespen überhaupt nichts anbrennen ließ. Die Hausherren führten nach einer guten Viertelstunde schon 5:0, ehe Philip Wever das erste Mal für den Underdog traf. Als Wespen-Routinier Daniel Koschyk acht Minuten vor Schluss den zweiten Treffer beisteuerte hatte Köln längst einen weiteren Fünferpack geschnürt und gewann am Ende klar mit 11:2.

Der Gegner für Köln am kommenden Samstag, 29. Januar, bei den Volvo E.R.B. Final4 im Castello Düsseldorf heißt Mannheimer HC. Die Mannschaft von Andreu Enrich setzte sich in einem sehr taktisch geführten Spiel erst im Penalty-Shootout beim Club an der Alster durch, dessen Offensive gegen den Süd-Zweiten nicht so zum Zuge kam wie in der Nordliga. Zehn Minuten vor Ende führte Alster dennoch mit 3:2, dann setzte sich Mannheim plötzlich auf 3:5 ab, ehe Patrick Schmidt mit einer Schlussecke das Match ins Shootout brachte. Dort zeigten die beiden Keeper Moritz Zimmermann und Jean Danneberg ein Weltklasse-Leistungen, so dass tatsächlich erst der 16. Penalty die Entscheidung für die Gäste brachte.

BHC-Herren zum zweiten Mal in Folge beim Final4

Der Berliner HC schaffte - wie schon 2020 gegen Polo Hamburg - in eigener Halle einen beeindruckenden Sieg im Viertelfinale. Die Gäste aus Mülheim lagen in der ersten Hälfe lange hinten, ehe Timm Herzbruch mit einem Doppelpack die 6:7-Pausenführung für die Ruhrstädter besorgte. Doch das Team von Rein van Eijk drehte das Match mit einer sehenswerten Spielfreude und sieben verschiedenen Torschützen im Laufe der zweiten Hälfte zu einem klaren 14:10-Sieg, der sie nun im Halbfinale am nächsten Samstag in Düsseldorf gegen den HTHC brachte.

Die Harvestehuder lösten ihr Ticket am Sonntag mit einer sehr abgeklärten Leistung beim starken Südmeister TSV Mannheim. Insbesondere die Abwehr um die Routiniers Tobias Hauke und Tobias Lietz sowie Keeper Anton Brinckman stellte den TSVMH auf eine harte Probe. Die Hamburger führten das gesamte Spiel über immer, konnten sich aber nie mit mehr als zwei Treffern absetzen. Der Südmeister gab sich nie auf, kämpfte bis zum Schluss, aber schaffte auch zwischendurch nicht einmal den Ausgleich, so dass das 8:7 für den HTHC am Ende auch verdient war.

Die Dauer-Rivalen treffen schon im Halbfinale aufeinander

Bei den Damen treffen sich die Dauerrivalen um den Titel, der Club an der Alster und der Düsseldorfer HC, bei den Volvo E.R.B. Final4 am kommenden Wochenende schon im Halbfinale. Düsseldorf kam, da die Zehlendorfer Wespen wegen mehrerer Corona-Fälle nicht zum Viertelfinale beim DHC antreten konnten, am Grünen Tisch zur Halbfinal-Qualifikation. Alster unterstrich beim 9:1-Heimsieg gegen den Süd-Zweiten TSV Mannheim - trotz einiger Quarantäne-Probleme - die starke Form. Zur Pause stand es 4:1 für die spielstarken Hamburgerinnen, ehe Anne Schröder zwölf Minuten vor Schluss mit einem lupenreinen Hattrick binnen 100 Sekunden alle Resthoffnungen des TSVMH vom Parkett fegte.

Im zweiten Halbfinale der Endrunde im Düsseldorfer Castello stehen sich nächsten Samstag RW Köln und der Mannheimer HC gegenüber. Die Kölnerinnen zerstörten mit einer taktisch starken Leistung alle Hoffnungen des Berliner HC auf eine erste Endrundenteilnahme seit 2016. Der BHC war insgesamt das Team mit mehr Spielanteilen und Ecken, aber Köln stand sehr sicher und hatte mit Maja Sielaff eine Keeperin, die Nationaltorhüterin Anna Kilian auf der anderen Seite in nichts nachstand. Tore blieben daher Mangelware in diesem Viertelfinale, in dem Köln immer zum richtigen Zeitpunkt traf, um aufkeimende Berliner Hoffnungen schnell wieder zu vernichten. So konnten die Domstädterinnen, nach dem hart erarbeiteten Ausgleich durch Pahila Arnold, in der Schlussphase mit zwei schön herausgespielten Toren von Pia Maertens und Sophie Prumbaum das 4:2 aus Kölner Sicht klar machen.

Der Mannheimer HC folgte Köln am Sonntag ins Halbfinale. Gegen den HTHC war es das erwartet enge und umkämpfte Match, dass Mannheim bis kurz nach der Halbzeit für sich gestalten konnte. Doch die Harvestehuderinnen konterten den 0:3-Rückstand in den letzten 20 Minuten und brachten ihr Team damit ins Penalty-Schießen. Dort scheiterte ausgerechnet Routinier Franzisca Hauke mit dem letzten Penalty an der fürs Shootout eingewechselten MHC-Keeperin Lisa Schneider. Für Mannheim nach zwei Niederlagen in Play-off-Viertelfinals gegen den HTHC 2015 und 2018 also der stark umjubelte Bann des Viertelfinalfluchs.

Halbfinals Volvo E.R.B. Final4 am Samstag 29. Januar:

12.00 Uhr, Damen: Der Club an der Alster - Düsseldorfer HC
14.15 Uhr, Damen: RW Köln - Mannheimer HC
16.30 Uhr, Herren: Mannheimer HC - RW Köln
18.45 Uhr: Herren: Berliner HC - Harvestehuder THC

Endspiele, Sonntag, 30. Januar:

12.00 Uhr Finale Damen
15.00 Uhr Finale Herren

Alle Spiele werden sowohl von Sportschau. de als auch von Twitch.tv live gestreamt.

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