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FIH Pro League in Mönchengladbach: DANAS holen zweiten Heimsieg im dritten Match

DANAS: Verdienter 4:1-Erfolg gegen China

28. April 2019

28.04.2019 - Die deutschen Damen haben am Sonntagmittag ihr drittes Pro-League-Heimspiel im Mönchengladbacher SparkassenPark vor knapp 800 Zuschauern am Ende deutlich mit 4:1 gewonnen und sich damit für die unglückliche Auswärtsniederlage vor sieben Wochen revanchiert. Dabei drehten die DANAS einen frühen Rückstand innerhalb der ersten Hälfte in eine 2:1-Führung, die das Team aber trotz großer Chancen erst im Schlussviertel ausbauen konnte. Das Ergebnis, herausgeschossen von Nike Lorenz (2), Lena Micheel und Rebecca Grote, war auch in der Höhe absolut verdient. Am Dienstag um 19.30 Uhr trifft das Reckinger-Team nun an selber Stelle auf die USA.

Mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen festigten die DANAS Rang fünf in der Pro-League-Tabelle.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Es war ein guter Sieg, nach einem etwas verhaltenen Start. Wir hatten da ja schon eine Ecke geholt, wussten aber auch, dass deren Konter die einzige wirklich gefährliche Waffe ist. In einigen Phasen hat es uns ein wenig an Intensität gemangelt, aber insgesamt war das eine wirklich positive Leistung.“

Nike Lorenz, die zur Spielerin des Matches gekürt wurde: „Wir haben offensiv heute einen richtig guten Job gemacht. Wir wussten, dass wir auf die gefährlichen Konter und langen Bälle der Chinesinnen immer aufpassen mussten. Es war gut, dass wir heute mal ein paar Tore aus den Ecken erzielen konnten. Jetzt gilt es, darauf aufzubauen, uns zu erholen und dann Dienstag mit der gleichen Intensität gegen die USA zu spielen.“

Sonja Zimmermann: „Das war ein gutes Spiel von uns, auch weil wir endlich mal die Ecken verwertet haben. Auch deren Ecken haben wir effektiv verteidigt. Im Spiel nach vorn waren wir geduldig, haben viel verlagert und sind über die Außen erfolgreich gewesen. Ein paar Defizite haben wir noch in der Kontersicherung, daran müssen wir arbeiten. Letztlich können wir auf der Leistung aber für Dienstag aufbauen.“

Hanna Granitzki: „Kompliment heute mal an unsere Eckenschützen. Das war eine gute Ausbeute. Wir haben insgesamt geduldig aufgebaut und die Angriffe gut zu Ende gespielt. Es war eine schöne Revanche für das Hinspiel. So kann es gern weitergehen für uns in der Pro League. Wir müssen gegen die USA nur genauso kontrolliert und geil zu Werke gehen."

 

Die Deutschen starteten gut, waren feldüberlegen und holten durch Franzisca Hauke schon in der 2. Minute die erste Ecke. Die wurde als erstklassige Variante auf Rausgeberin Anne Schröder gespielt, deren Querpass Hauke im Zentrum nicht voll traf, sondern neben den rechten Pfosten setzte. Und dann stand das DHB-Team im Gegenangriff ganz schlecht. Ein langer Ball ging zu Yang Peng, die allein im Kreis mit der Rückhand Julia Sonntag zum 0:1 (3.) bezwingen konnte. Die Deutschen kalt erwischt, aber weiter im Vorwärtsgang. Die Chinesinnen aber im Konter sehr gefährlich. So entstand auch deren erste Ecke (5.), die Hanna Granitzki aber sehr gut ablief.

Die DANAS hatten in dieser Phase eindeutige Probleme bei Turnovers, brauchten da zulange, um in eine Zuordnung zu kommen. Die Angriffe über beide Grundlinien aber gut. Stapenhorst holte sich per Videobeweis die zweite Strafecke (8.), und erneut gab es nach Variante aus dem Gewühl heraus eine Riesenchance durch Lena Micheel, die aus kurzer Distanz im Nachschuss scheiterte. Das Pressing war effektiv, China kam kaum noch hinten raus. Pia Maertens setzte einen Stecher rechts neben das Tor (10.).

Schröder eroberte den Ball stark, aber ihr Rückhandpass kam nicht an. Nach Stockfoul gegen Hannah Gablac gab es die dritte Ecke (13.), und die verwertete Nike Lorenz mit einem platzierten flachen Schlenzer auf Bretthöhe zum längst verdienten 1:1 (13.). Das DHB-Team inzwischen klar überlegen und blieb das auch nach der ersten Viertelpause. Nach tollem Solo von Schröder über rechts, verpasste Nina Notman den Block ins Tor, weil eine Chinesin noch hauchdünn abfälschte (18.). Oruz holte, nach starkem Durchsetzungsvermögen von Gablac, die nächste Ecke (21.), die erneut Nike Lorenz einschlenzte. Dieses Mal ging der Ball hoch unters Dach, nur noch leicht berührt von Keeperin Jiao Ye. Die DANAS hatten das Match verdient gedreht.

Maike Schaunig fand mit einem guten Rückhandpass einen Fuß der Gäste im Kreis, es gab Ecke Nummer fünf (22.), der die sechste folgte. Bei der Stechervariante auf den rechten Pfosten bekam Gablac den Ball aber an den Körper. Es blieb einseitig. Micheel passte nach Balleroberung in die Mitte zu Graeve, die um einen Schritt zu spät kam. Glück, dass China den dritten brandgefährlichen Konter der Partie mit zwei freien Stürmerinnen im Kreis schlecht ausspielte (24.). Anne Schröder holte mit gutem Dribbling die siebte Ecke (25.), die aber als Abspielvariante schlecht ausgeführt wurde.
Gablac hatte die nächste Großchance, als sie von rechts argentinisch aufs Tor schoss, aber eine Abwehrspielerin gerade noch den Schläger dazwischen bekam. Schröder holte dann Ecke Nummer acht (27.), bei der Lorenz Schlenzer aber abgelaufen wurde. China kam nun gar nicht mehr konstruktiv nach vor, die Deutschen im Powerplay, das aber nicht mehr einbrachte als die 2:1-Führung zur Pause. Diese war mehr als verdient, aber hätte bereits deutlich höher ausfallen können.

Anne Schröder holte in der 32. Minute die neunte Ecke heraus. Ye fischte den Schlenzer von Lorenz sicher aus dem bedrohten rechten oberen Eck. Kurz darauf nach Balleroberung ein tolles Solo von Schröder, deren Schlenzer Ye aber auch sicher parierte (33.). Das DHB-Team zog sich jetzt mal bis an die Mittellinie zurück, um China das Spiel machen zu lassen. Die Asiatinnen brachten aber, außer langen, wilden Bällen in den Kreis, nicht viel zustande. Die DANAS übernahmen dann wieder die Kontrolle und schnürten China wieder ein.

Doch im Konter gab es dann die zweite chinesische Ecke (42.). Die Stechervariante ging durch Sonntags gute Reaktion knapp links neben das Tor. Charlotte Stapenhorst hatte eine vielversprechende Chance nach Linksangriff, wurde aber vor Tor gerade noch gestoppt. China versuchte, im letzten Viertel über mehr Ballbesitz zum Ausgleich zu kommen. Die Deutschen pressten jedoch aggressiv, machten es den Asiatinnen nicht leicht. Und ein guter Linksangriff, initiiert von Janne Müller-Wieland, brachte das 3:1 (49.). Hanna Granitzki ging über die linke Grundlinie und passte zur freistehenden Micheel in den Rückraum, die mit hartem Vorhandschlag Ye tunnelte.

Schröder prüfte Ye kurz darauf mit der Rückhand. Bei einem chinesischen Angriff gab die koreanische Schiedsrichterin Freischlag fürs DHB-Team wegen gefährlichen Balls. China nahm den Videobeweis, um eine Ecke zu bekommen, verlor aber damit das Anrufungsrecht (51.). Stapenhorst verfehlte mit einem Vorhandschuss von halblinks das Gehäuse deutlich links (52.). Kurz darauf wurde ein Kabinettstückchen der UHCerin leider nicht belohnt, als, nach tollem 3D-Hockey durch den Kreis, ihr Lupfer über Yes Schulter nur an den Innenpfosten ging.

Gablac holte im Anschluss die zehnte Ecke heraus, die Rebecca Grote direkt zum 4:1 (53.) verwandelte. Ein Ballverlust von Franzisca Hauke brachte China nochmal in Konterposition, aber Ljang verzog links vorbei (55.). Die Chinesinnen kamen in den letzten Minuten nochmal auf, als sich die Deutschen nicht mehr konstruktiv aufbauend befreien konnten. Doch das änderte am Endergebnis nichts mehr.

Tore:
0:1    Yang Peng (3.)
1:1    Nike Lorenz (KE, 13.)
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2:1    Nike Lorenz (KE, 21.)
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3:1    Lena Micheel (49.)
4:1    Rebecca Grote (KE, 53.)

Ecken:
GER 10 (3 Tore) / CHN 2 (kein Tor)

Karten: keine

Schiedsrichterinnen:
Jung Hee Kim (KOR) / Irene Presenqui (ARG)

Videoschiedsrichter:
Eric Koh (Mas)

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