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Fotocredits: Privat / Dirk Markgraf

DHB-Team hält drei Viertel gut mit / Am Ende Niederländerinnen cleverer

U21-Damen: Niederlage im letzten Testspiel

26. November 2021

Die Luft beim Abschluss des letzten WM-Lehrgangs in Mannheim vor dem FIH Hockey Women’s Junior World Cup 2021 in Potchefstroom (Südafrika) vom 5. bis 16. Dezember schien raus bei den deutschen Juniorinnen. Anders ließ sich die gerade im Schlussviertel deutliche 2:7-Niederlage (Halbzeit 1:2) am Donnerstagmittag gegen WM-Mitkonkurrent Niederlande nicht erklären. Über drei Viertel hielt der deutsche Damennachwuchs sehr gut mit, dann ließen die eigenen Kräfte nach, während „Jong Oranje“ noch einmal aufdrehte.

Wir hatten eigentlich heute einen guten Start ins erste Viertel, konnten diese Energie aber leider nicht mitnehmen in die darauffolgenden Viertel

Co-Trainer Nicklas Benecke

Lilly Stoffelsma hatte nach starker Vorarbeit von Jette Fleschütz und Lisa Nolte die deutschen Juniorinnen noch in Führung gebracht (15.), keine zwei Minuten später egalisierten die Niederländerinnen aber den Spielstand, als Teuntje de Wit in der rechten deutschen Schusskreishälfe fast in einer Kopie des deutschen 1:0 einen zurücklegten Ball zum 1:1 verwandelte (17.). Die Partie blieb nun zwar etwas ausgeglichener, allerdings gelang Mikki Roberts noch vor dem Halbzeitpfiff wie schon am Vortag per Eckentreffer links unten die erstmalige 2:1-Führung für „Jong Oranje“.

Nach dem Seitenwechsel waren die deutschen U21-Damen bemüht, ihrerseits auszugleichen. Das gelang dann Sara Straus zum Ende des dritten Viertels: Nach Vorarbeit von Stoffelsma drehte sich die Düsseldorferin raus und heppte die Kugel über die herausstürzende niederländische Torhüterin zum 2:2 (45.). Es sollte der letzte zählbare Höhepunkt auf deutscher Seite sein. „Im Schlussviertel wurden wir dann buchstäblich überrannt“, musste Benecke feststellen und ergänzte: „Wir konnten in keiner Phase mehr dem Spiel der Holländerinnen entgegenwirken. Da haben sicherlich einige Faktoren mit reingespielt.“ Auf der anderen Seite klappte nun alles: Kurz nach dem Ausgleich stellten die Niederlande wieder die alte Führung her, dann erhöhte Noor Omrani sogar auf 4:2 (50.). Spätestens nun war der deutsche Widerstand gebrochen, „Jong Oranje“ nutzte die Schlussphase noch einmal, um den Spielstand auf 7:2 aus Gästesicht hochzuschrauben: Maria Steensma traf mit der argentinischen Rückhand (55.), Jip Dicke blockte am langen Pfosten einen langen Querpass über die Linie (57.) und de Wit steuerte mit dem 7:2 nach dem ersten auch den letzten niederländischen Treffer und damit den Schlusspunkt bei (58.).

Benecke zog aus dem Schlussviertel zum einen einen klaren Auftrag an das eigene Team, zum anderen war er mit Blick auf Südafrika guter Dinge: „Letztendlich müssen wir uns eingestehen, dass wir noch einige Entwicklungsschritte vollziehen müssen bis zum Start der WM. Trotz allem fliegen wir aber guten Mutes nach Südafrika, mit dem Wissen, dass wir eine sehr unangenehme Mannschaft sein können. Das gilt es in jedem Spiel auf den Platz zu bringen.“ (ao)

Statistik:

Tore:
1:0         Lilly Stoffelsma (15.)
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1:1         Teuntje de Wit (17.)
1:2         Mikki Roberts (KE, 30.)
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2:2         Sara Strauss (45.)
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2:3         NED (46.)
2:4         Noor Omrani (50.)
2:5         Maria Steensma (55.)
2:6         Jip Dicke (57.)
2:7         Teuntje de Wit (58.)

Strafecken:
GER 3 (–) / NED 4 (1 Tor)

Karten:
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